Rückschau
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Am 27.01.04 hielt Herr Prof. Dr. Rainer Kessler, Mitglied unseres Beirats, anlässlich des Holocaustgedenktages, einen sehr interessanten und gut besuchten Vortrag zum Thema: "Altes Testament oder Hebräische Bibel - ein Stück Theologie nach Auschwitz".
Ebenfalls am 27.01.04 wurde der Förderverein für Synagoge und Kulturzentrum der Jüdischen Gemeinde gegründet.
Am 09.02.2004 stand ein Vortrag von Herr Dr. Clement im Philippshaus zum Thema: "Das Judenbad von Ockershausen" auf dem Programm. Die Familie Clement bewohnt seit einiger Zeit das Gebäude in der Alten Kirchhofsgasse 10/ Ockershausen, in dem sich das Judenbad befand. Herr Dr. Clement stellte die Geschichte der Ockershäuser- und Marburger Juden sehr ausführlich dar und gab anschließend einen Kurzbericht zum Stand der Umbau- und Restaurierungsarbeiten in seinem Haus.
Am 14.3.2004, zum Auftakt der Woche der Brüderlichkeit, wurde im Kurtheater von Bad Nauheim dem israelischen Dirigenten Daniel Barenboim die Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verliehen. (weiterlesen)
Am 15.03.04 hielt Herr Dr. Ansgar Koschel aus Limburg um19.30 Uhr den Eröffnungsvortrag zur Woche der Brüderlichkeit in Marburg. Herr Dr. Koschel, der ehemalige Geschäftsführer des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und jetzigem Leiter der Rhabanus-Maurus-Akademie/ Limburg referierte im historischen Rathhaussaal zum Jahresthema: "Ich, Du, Wir". Er überraschte die wenigen Zuhörer damit, dieses Thema in einer sehr philosophischen Art und Weise anzugehen.
Bedauerlicherweise hatte die Oberhessische Presse im Vorfeld unsere Informationen und Hinweise nicht abgedruckt, so dass der Vortrag erschreckend schlecht besucht war.
Am Samstag, den 20.3.04 fand in der Universitätskirche ein Klezmerkonzert statt. Drei junge Frauen, "Klezmer's Techter", faszinierten mehr als zwei Stunden die zahlreich erschienenen Zuhörer mit ihrer gekonnten Interpretation unterschiedlicher Klezmerliteratur. Ungewöhnlich erschien vielen, dass sich hier eine Frauengruppe in die von Männern dominierte Sparte der Klezmermusik gewagt hatte. Die Musikerinnen bewegten sich auf den Spuren der "Klezmorim", der jüdischen Wander- und Festmusiker. Dabei verstanden sie es, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und mitzureissen.
Der Besuch des Konzertes hätte allerdings noch besser sein können, auch weil es sich um eine Benefizveranstaltung für die neue Synagoge handelte.
Am 23.3.04 führte Herr Amnon Orbach interessierte Personen durch das Gebäude der zukünftigen Synagoge in der Liebigstrasse 21 und unterrichtete sie über den Stand der Umbaumaßnahmen. In einem anschließenden Gespräch stellte das Vorstandsmitglied der Gesellschaft, Herr Dr. Klaus Dorn die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und deren Aufgaben vor.
Antwerpen (26.-28.03.)
Mitgliederversammlung (21.04.)
Am Dienstag, 25.Mai, referierte Herr Dr. Kamal Sido, Vorstand des Ausländerbeirates der Stadt Marburg in einem gut besuchten Hörsaal des Hörsaalgebäudes der Uni Marburg zum Thema:
Krisenherd Kurdistan.
Den Zuhörern wurde die geographische Verbreitung der Kurden in den Ländern Türkei, Syrien, Irak und Iran verdeutlicht. Ferner berichtete Dr. Sido auch über Sprache, Religion und Kultur der Kurden.
Am 15. Juni hielt der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Marburg, Amnon Orbach, ebenfalls im Hörsaalgebäude einen Vortrag zum Thema: Der sogenannte Sicherheitszaun.
Er begründete den Bau des Zaunes aus der Sicht Israels und verwies darauf, dass sich seit dem Bau die Sicherheitslage in Israel entschieden gebessert habe. Unter anderem machte er auch deutlich, dass nur ein verschwindend geringer Teil dieser Sperranlagen aus einer Mauer bestehen. Dies wird in westlichen Medienberichten bisweilen verzerrt dargestellt. Die Zuhörer äußerten sich allerdings auch kritisch zum Verlauf des Zaunes, da dieser nicht den Grenzen der ehemaligen Westbank folge. Die Veranstaltung war ebenfalls gut besucht.
Nach der Sommerpause begann das Programm mit der Besucherwoche vom 1.9.04 - 7.9.04.
Am Mittwoch, den 29.9.04 konnten wir Herrn Prof. Christoph Dohmen zu einem Lichtbildervortrag gewinnen. Er sprach zum Thema "Das Bilderverbot bei Christen und Juden". Seinen interessanten Vortrag illustrierte er mit Lichtbildern. Aufgrund der Semesterferien nahmen an diesem auch für Religionswissenschaftler und Theologen interessanten Vortrag leider nur wenige Mitglieder der Uni teil.
Auch beim Referat von Frau Herweg aus Berlin am 13.10.04 waren die Teilnehmerzahlen leider relativ gering. Ihr lebhaft vorgetragenes Thema: "Frauenbild und Frauenleben im Judentum heute - eine Perspektive aus Deutschland" verschaffte den Zuhörern einen interessanten Einblick in die Welt jüdischer, in Deutschland lebender Frauen von heute.
Am Dienstag, den 9.11.04 jährte sich die Reichspogromnacht zum 66. Mal. Aus diesem Anlass fand um 19.00 Uhr auf dem Platz der zerstörten Synagoge an der Universitätsstrasse eine Gedenkfeier statt. Danach gab Herr Prof. Dr. Weyer in der Universitätskirche ein Orgelkonzert, dessen Erlös für die neue Synagoge bestimmt war.
Am 14.11.04 um 17.00 Uhr trat in der Thomaskirche auf dem Richtsberg die Giessener Gruppe Klezmer's Dream auf. Sie spielte Klezmermusik und trug jiddische Lieder vor. Dieser Auftritt wurde von der evangelischen Kirchengemeinde organisiert und unsere Gesellschaft war dazu eingeladen. Der Besuch dieser Veranstaltung war sehr gut, möglicherweise auch wegen der relativ frühen Uhrzeit.
Zum Chanukkafest der Jüdischen Gemeinde am 12.12.04 war dieses Jahr aus Platzgründen erneut nur eine kleine Abordnung der Gesellschaft vertreten. Die Jüdische Gemeinde brauchte für dieses Fest den Platz für ihre Mitglieder selbst.
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