Rückschau:
Jahresbericht 2006




Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember



Januar
 
16.1.2006
Lichtbildervortrag von Herrn Prof Schwebel zum Thema:
"Bilderverbot und das Erhabene"

27.1.2006
Gedenkgottesdienst zum Holocaustgedenktag
Um 18.00 fand in der Elisabethkirche ein ökumenisches Abendgebet anlässlich des staatlichen Holocaustgedenktages statt. Herr Altbischof Dr. Christian Zippert, Herr Pfarrer Franz Langstein und Herr Amnon Orbach gestalteten die Feier.
Während der Veranstaltung wurden alle Namen der Marburger Juden verlesen, die während des Holocaust ums Leben kamen. Da wir wissen, wie wichtig es im Judentum ist, die Namen der Verstorbenen im Gedächtnis zu behalten und dabei auch ihre Namen auszusprechen, wird das auch in Zukunft in jedem Jahr so gehalten werden. Etwa 50 Menschen hatten sich im Hohen Chor der Elisabethkirche zusammengefunden. Leider hatte die O.P. auch in diesem Jahr unseren Hinweis auf den Gottesdienst nicht gedruckt, so dass unsere Hoffnung auf einen besseren Besuch als im letzten Jahr nicht erfüllt wurde. Der Magistrat der Stadt hatte den Termin dieses eigentlich staatlichen Gedenktages offensichtlich vergessen: Zur Zeit der von der Gesellschaft organisierten und durchgeführten Gedenkstunde fand eine Magistratssitzung statt und vor dem Rathaus wurde der Film "Die Feuerzangenbowle" gegeben.
Um 19.00 Uhr, nach dem Gottesdienst, fand man sich im Martin - Luther - Haus zu einem Vortrag zum Thema: "Auschwitz - vom Schauplatz des Völkermordes zur Gedenkstätte" zusammen.
Der Referent war Herr Thomas Lutz aus Berlin
Der Vortrag wurde in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt veranstaltet.

Am 30.1.2006 fand der 2. Abend aus der Reihe der Christlich - Jüdischen Bibelgespräche statt. Vor etwa 25 Personen sprachen Herr Amnon Orbach und Herr Dr. Klaus Dorn zu Jesaia 42,1 - 8

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Februar
 
Am 13.2.06 gab es eine Veranstaltung des Lesekreises. Das Thema war: Elegischer Ahasver. Der Tenor Joseph Schmidt. Mit Musik-wiedergaben, vorgestellt von Frau Dr. Dilg - Frank. Sie sprang für den erkrankten Herrn Büchl ein.

Am 20.2.06 , 3. Abend der Reihe der Christlich - Jüdischen Bibelgespräche. Herr Amnon Orbach und Herr Prof. Dr. Rainer Kessler sprachen zu Jesaia 43, 1-7

Im Malworkshop am Wochenende 25.2. - 26.2.06 wurde kreativ am Thema " Marburg" gearbeitet. Unvollendetes vom letzten Kurs konnte fertig gestellt und neue Arbeiten begonnen werden. Mit großem Spaß und Ernsthaftigkeit bemühten sich die Teilnehmer, jeder nach seinem Können, ein Bild zu produzieren - immer unter der geduldigen und freundlichen Anleitung des Malers Jan M. Dondeyne.

Am 26.2.06 am frühen Abend fand ein lange geplantes Benefiz-konzert mit dem Marburger Gospelchor statt. Der Chor unter Leitung von Frau Sabine Barth begeisterte die Zuhörer mit Gospeln und Liedern aus Israel. Das Haus war mehr als voll, wir freuten uns über den regen Besuch der Marburger Bevölkerung und an den großzügig gegebenen Spenden.
(Pressebericht aus der Marburger Neuen Zeitung vom 28.2.06)

28.2.06 und 7.3.06
Auf äußerst positive Resonanz stieß der in der Evangelischen Familienbildungsstätte durchgeführte Kochkurs: Jüdische und Israelische Küche. Amnon Orbach und Dr. Klaus Dorn verstanden es nach Auskunft der Teilnehmerinnen hervorragend, an zwei Kurs-abenden Kochbegeisterten israelische Rezepte zu vermitteln. Das gemeinsam gekochte Menue wurde dann in einer vergnügten Runde verspeist. Die beiden Kursleiter mussten sich dabei noch vielen Fragen stellen, unter anderem auch der, wann der nächste Kurs stattfindet. Er wurde für den Herbst 2006 in Erwägung gezogen und dann auch durchgeführt. Für die Kursleiter bedeutet ein solcher Kochkurs einen sehr großen Zeitaufwand und nachdem beide einen dicht gefüllten Terminkalender haben, ist es nicht immer einfach einen Kurs einzuplanen.

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März
 
Die Woche der Brüderlichkeit fand vom 5.-12.März statt.

Die Eröffnungsveranstaltung fand am 5.3.06 in Berlin statt und wurde vom ZDF übertragen. Von unserer Gesellschaft konnte niemand daran teilnehmen.
Die Buber-Rosenzweig-Medaille wurde an den niederländischen Autor und Regisseur Leon de Winter verliehen.
Am Montag, 6.3.06 fand in Marburg die Eröffnungsveranstaltung statt. Herr Abi Pitum, Mitglied der Jüdischen Gemeinde München sowie Mitglied des Vorstandes des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich - Jüdische Zusammenarbeit sprach im Historischen Rathaussaal zum Thema: Gesicht zeigen.

Am Dienstag, 7.3.06 war eine Veranstaltung für Kinder vorgesehen. Frau Margit Pflüger, Mitglied der Gesellschaft, las aus ihrem Kinderbuch: Reise nach Jerusalem. Sie erzählt dabei vom mehrjähri-gen Leben mit ihrer Familie in dieser Stadt. Sie verstand es mit ihren lebhaft vorgetragenen Erzählungen die Zuhörer in die Geschichte und das Leben dieser faszinierenden Stadt mitzunehmen.

Am Mittwoch, den 8.3.06 las Herr Prof. Dr. Wolfgang Dietrich aus Werken von Hilde Domin, Else Lasker - Schüler, Rose Ausländer, Jehuda Amichai und Paul Celan. Herr Prof. Dietrich gehört zu den Gründungsmitgliedern der Marburger Gesellschaft für Christlich - Jüdische Zusammenarbeit.

Am Donnerstag, 9.3.06 gab es im Rahmen der Woche der Brüder-lichkeit ein Klavierkonzert. Die junge Pianistin Solveig Henkhaus, Preisträgerin des 1.Preises bei Jugend musiziert, spielte Werke verschiedener Komponisten u.a. Domenico Scarletti, Dimitrij Schostakowitsch.
Das Konzert stieß auf große Begeisterung.

Am Montag, 13.3.06 gab es eine Veranstaltung des Lesekreises. Frau Christiane Niemann stellte Wladimir Kaminers Buch: Karaoke vor.

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April
 
Am Montag, den 3.4.06 gab es erneut eine Lesung. Herr Salim Sahip las aus Aziz Nesin: Wir leben im 20.Jahrhundert.

Am 24.4.06 sprach Frau Dr. Dr. Christa Habrich zum Thema: "Biblische Pflanzen in der Heilkunde".

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Mai
Am Samstag, den 22.5.06 luden der Lesekreis und die Landsynagoge Roth AG zu einer Lesung ein. Zum Vortrag kam Die Frau des Zauberers von Katia Mann. Rezitatorin war Frau Charlotte von Sachsen. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Schülern der Freien Waldorfschule unter der Leitung von Frau Westström.


Vom 25.5 - 28.5.06 fand die Reise der Gesellschaft nach Süddeutschland statt.

Reise nach Augsburg vom 25. bis 28. Mai 2006 Für die Tage unserer Augsburgreise im Mai 2006 hatte der Wetterbericht nichts Gutes verheißen, aber unserm reichhaltigen Programm konnte das wenig anhaben.


Erste Station auf der Hinfahrt war das Kloster Neresheim, in der Schwäbischen Alb gelegen, dessen spätbarocke Abteikirche uns nicht nur mit ihrer Ausstattung beeindruckte, sondern auch mit ihrem Klang, als wir still zuhörend das Mittagsgebet der Mönche erlebten.
Nachmittags stiegen wir zwischen Günzburg und Augsburg in der kleinen Stadt Ichenhausen aus. Hier konnten wir uns mitten in der renovierten Altstadt die schöne ehemalige Synagoge zeigen lassen. Die im klassizistischen Stil erbaute Synagoge der einst größten jüdischen Gemeinde in Schwaben wurde im November 1938 wegen der zu großen Nähe der Nachbarhäuser nicht abgebrannt, aber im Innern teilweise zerstört.

Auch hier sind alle 1941 noch verbliebenen Juden deportiert worden. Wir erfuhren, dass das seit 1980 restaurierte Synagogengebäude nun, unterstützt von einer Stiftung, als "Haus der Begegnung" mit einer Dauerausstellung der Information über das vormalige jüdische Leben im Ort und dem Gedanken der Versöhnung und des Friedens dient.
Am frühen Abend erreichten wir Augsburg und hier unser einfaches preiswertes Quartier im Stadtteil Lechhausen, von dem aus wir ohne große Umstände mit Bus oder Tram in die Altstadt gelangen konnten. Um irgendwo noch zu einem Abendessen zu kommen, machten wir uns in Einzelgrupppen auf den Weg in die Innenstadt. Bei noch angenehmem Wetter wurde daraus ein erstes Kennenlernen der schönen Augsburger Altstadt, beginnend beim Rathausplatz, dann die breite Maximilianstraße entlang mit ihren prächtig gestalteten Brunnen, im Süden um St. Ulrich herum und durch die Nebengassen wieder zurück. Bloß der Hunger wurde immer größer, denn unerklärlicherweise hatten auf unserm Weg alle verlockend aussehenden Gaststätten am Himmelfahrtstag ausnahmsweise geschlossen, bis wir spät noch beim Italiener nicht weit vom Rathaus einkehren konnten.
Der Freitagmorgen fand uns dann bei Regen am selben Platz zur verabredeten Stadtführung, beginnend im Rathaus und seinem Goldenen Saal mit der Geschichte Augsburgs, dann durchs Jakober Viertel - mit Hinweisen auf das Brecht-Haus und auch auf die Herkunft der Familie Mozart - und schließlich zum Dom mit dem Holbein-Altar, den "Prophetenfenstern" und der sehenswerten Krypta.
Nachmittags besuchten wir die Jüdische Gemeinde in der Halderstraße und ihre orientalisch anmutende restaurierte Jugendstil-Synagoge. Die Ausgestaltung dieses Bauwerks mit seiner hohen Kuppel hat uns tief beeindruckt, und anschließend konnten wir die Exponate des Jüdischen Kulturmuseums im Seitentrakt des Gebäudes bestaunen. Abends waren wir dann zum Kabbalat Schabbat mit der Jüdischen Gemeinde verabredet und folgten abschließend dort noch in der Mehrzahl der freundlichen Einladung zum gemeinsamen Kiddusch mit reichhaltig angebotenen Speisen.
Am Samstagmorgen stand uns ein weiteres Mal unsere äußerst kompetente Stadtführerin zur Verfügung, um uns "auf den Spuren der reichen Fugger" zu geleiten.

Die Besichtigung der einmaligen Einrichtung der Fuggerei, der ältesten Sozialsiedlung der Welt, mit ihren freundlichen Wohngassen, eine Haustür an der anderen, einschließlich einem kleinen Museum, war etwas Besonderes. Danach folgten noch die Fuggerhäuser mit dem berühmten Damenhof und schließlich die evangelische Kirche St.Anna mit der Erinnerung an Martin Luther und die Bedeutung Augsburgs als Reformationsstadt.

Wer gern noch mehr besichtigt hätte, z.B. auch so manches Museum, darunter das der "Augsburger Puppenkiste", musste das verschieben auf eine spätere Reise in diese Stadt, denn unser umfangreiches Programm führte uns am Nachmittag auf einer schönen Ausflugsfahrt ins Allgäu, vorbei an üppig blühenden Weiden, hinauf zur berühmten Wieskirche im Stil des Rokoko erbaut. Wir trafen gerade rechtzeitig zur Führung ein inmitten der vielen hundert Besucher, die regelmäßig am Wochenende zu dieser großartigen Wallfahrtskirche strömen. Das regnerische Wetter hatte sich beruhigt, und im Hintergrund schauten die ersten Alpengipfel hervor, auf die wir am späteren Nachmittag zufuhren. Wir konnten in strahlendem Sonnenschein die prachtvolle Lage des bayrischen Königsschlosses Linderhof in einem kleinen Sattel vor den nahen Alpenfelsen, seinen groß angelegten Park und die Wasserspiele genießen.
Nach einem kurzen Abstecher zum Kloster Ettal ruhten wir uns gemütlich aus bei einem gemeinsamen Abendessen in Steingaden.
Während der Heimfahrt am Sonntag freuten wir uns schon auf unsere erste Zwischenstation, die kleine Herrgottskirche bei Creglingen an der Tauber, berühmt durch den meisterhaft geschnitzten Marien-Altar von Tilman Riemenschneider. Ein gut vorbereiteter ökumenischer Wortgottesdienst verstärkte den großartigen Eindruck an diesem Ort.
Letzte Station vor der Heimkehr war Veitshöchheim hinter Würzburg, wo wir nur einen kurzen Blick in den Rokokogarten des fürstbischöflichen Schlosses warfen, denn wir wollten die renovierte ehemalige Synagoge besichtigen. Auch diese Synagoge ist 1938 erhalten geblieben, weil sie - zuvor schon notgedrungen verkauft - andern Zwecken dienen sollte. Wir bewunderten den nach alten Fotografien wieder hergerichteten Raum mit seiner großen ungewöhnlichen Lesekanzel. Nach einer Kaffeepause ging es dann auf bewährte Weise mit unserm nicht vollbesetzten Bus von der Firma Turtle Tours wieder heimwärts nach Marburg.
Es bleibt uns allen, einen großen Dank zu sagen an unsere Geschäftsführerin, Frau Ursula Dorn, für die nicht einfache Organisation, die Mühen der Vorbereitung und die Begleitung dieser wohlgelungenen Reise in eine Gegend, die viele bis dahin noch nicht kannten und von der wir vielfältige Eindrücke und reiche Bilder mit nach Hause gebracht haben.

A. Kümmel

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Juni
 
Am Montag, 12.6.06 gab es eine Autorenlesung von Dr. Hans Erler, Konrad - Adenauer - Stiftung Eichholz zum Thema: " Hannah Arendt und die Aktualität jüdischen Denkens."


Am Montag, 19.6.06 fand die sehr gut besuchte Mitgliederversam-mlung statt, in der auch die neuen Vorstandsmitglieder gewählt wurden. Die neuen Vorstände wurden bereits in den Mitteilungen 2006/ II vorgestellt, sind aber am Ende des Heftes erneut aufgeführt.

Am Sonntag, 25.6.06 fand ein Busausflug statt - eine Märchenfahrt auf Ubbelohdes Spuren im Marburger Land unter der Leitung von Frau Dr. Dilg-Frank zusammen mit Herrn Dieter Woischke.

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Juli
 
Am Montag, 3.7.06 referierte Dr. Klaus Dorn zum Thema: "Jüdische Bräuche - Christliche Feste II: Freud und Leid". Er setzte auf viel-fachen Wunsch die im Dezember 2005 begonnene Reihe fort. Besprochen wurden Hochzeitsbräuche, Trauerrituale, jüdische bzw. christliche Fest- und Gedenktage.

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August
 
Auch in diesem Sommer kamen wir dem Wunsch nach einem Sonn-tagsausflug für "im Sommer Daheimgebliebene" nach. Wir unter-nahmen einen Ausflug zur Burg Greifenstein und besichtigten sowohl die Burg als auch mit Führung das dort ansässige Glockenmuseum. Anschließend gab es im Burghof bei Kaffee und Kuchen ein nettes gemeinsames Zusammensein. Alle, besonders jedoch die mitgefah-renen Mitglieder der Jüdischen Gemeinde, genossen es, wieder ein Stück ihrer neuen Heimat kennen gelernt zu haben.

Der für den 26.-27.8.06 geplante Malkurs mit dem Maler Jan M. Dondeyne musste leider ausfallen. Es hatten sich zu wenige Teilnehmer angemeldet, wahrscheinlich ist die gleichzeitig laufende Sommerakademie ungünstig für solche Veranstaltungen bei uns im Hause.

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September
 
Auch der Vortrag " Israel Impressionen", der am Mittwoch, 6.9.06 angeboten wurde, fand erstaunlicherweise wenig Interesse. Es wurden Aufnahmen der bekannten Marburger Fotografin Gabriele Kircher als Videopräsentation gezeigt, die im Frühjahr 06 auf einer Studienreise nach Israel entstanden sind.

Am Sonntag, 10.9.06 am "Tag des offenen Denkmals" gab es eine gemeinsame Veranstaltung des "Förder- und Freundeskreises ehemalige Synagoge Wetter" und der GCJZ Marburg.

Am Mittwoch, 13.9.06 begann die neue Reihe Christlich-Jüdischer Bibelgespräche, in denen die 10 Gebote thematisiert werden.
Am ersten Abend wurde in das Thema eingeführt und das 1. Gebot ausgelegt : Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.
Die Referenten waren Amnon Orbach und Dr. Klaus Dorn. Die Veranstaltung war gut besucht.

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Oktober
 
Am Mittwoch, 18.10.06 fand erneut ein Abend Christlich-Jüdischer Bibelauslegungen statt. Thema war das 2.Gebot: "Du sollst dir kein Gottesbildnis machen, das irgend etwas darstellt am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde". Die Referenten des erneut gut besuchten Abends in der Synagoge waren Rabbiner Nussbaum /Wiesbaden und Bischof em. Dr. Christian Zippert.

Am Sonntag, den 22.10.06 fand die Tagesfahrt nach Speyer zur Aus-stellung "Pracht und Prunk der Großkönige. Das Persische Weltreich" statt. Das Historische Museum der Pfalz zeigte herausragende Leih-gaben und gab damit einen Einblick in die Zeit der Großkönige von Kyros dem Großen(559-530 v.Chr.) bis Dareios III. (ca. 380-330 v.Chr.). Unter Kyros dem Großen kehrten die Israeliten ca 538 aus dem Babylonischen Exil nach Hause. Nach einer Führung durch das übervolle Museum hatte jeder noch Gelegenheit sich in Speyer umzu-sehen bzw. sich trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit bei schön-stem Wetter in einem der Lokale im Freien niederzulassen.

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November
 
Am Mittwoch 1.11.06 zeigte Herr Erhard Dettmering einer größeren Gruppe Interessierter Reisevideos, die auf einer seiner Radtouren nach Santiago de Compostela entstanden waren. Er nahm die Zuhörer mit in faszinierende Landschaften und erzählte anschaulich von dieser besonderen Reise und seinen Erlebnissen.

Am 9. November fand um 19.00 Uhr die Gedenkfeier zur Pogromnacht am Platz der ehem. Synagoge an der Universitäts-strasse statt. Mit Gebeten von Herrn Amnon Orbach, einer Anspra-che von Herrn Oberbürgermeister Vaupel und Gesang von Frau Susanne Lohmiller wurde der Ereignisse des 9.11.1938 würdig gedacht.
Nach dieser Feierstunde gab es in der Synagoge ein Konzert des "Marburger Onzembles" unter der Leitung von Herrn Wolfgang Krumm.
Die Gruppe brachte musikalische Beiträge u.a. von Gumpelzhaimer, Copland, Tallis, Mauersberger sowie de Rossi zum Vortrag und stellte ihr großes Können eindrucksvoll unter Beweis. Zwischen den Musik-stücken wurden Texte von Nelly Sachs, Elie Wiesel und Rose Ausländer gelesen.

Am Mittwoch, 15.11.06 war der dritte Abend der Christlich-Jüdi-schen Bibelauslegung zum Thema 10 Gebote. Herr Prof. Dr. Rainer Kessler und Herr Benny Pollack gestalteten den Abend zum Thema 3. Gebot. Diese Veranstaltung war gut besucht, wie auch schon die vergangenen Veranstaltungen dieser Reihe.

Am Dienstag, 21.11.06 und 28.11.06 fand der zweite Kochkurs in Kooperation mit der Familienbildungsstätte statt. Herr Amnon Orbach und Herr Dr. Klaus Dorn kochten nach populären israelischen Rezepten, die mit jüdischen Festen ( Chanukka, Laubhüttenfest) verbunden sind. In den vollbesetzten Kursen wurde wieder mit viel Spaß zusammen gekocht und hinterher gegessen. Erneut wurde der Wunsch nach Fortsetzung des Kochkurses laut. Eine Zusage der beiden Kursleiter wurde jedoch angesichts des großen Arbeitsauf-wandes nur unter Vorbehalt gegeben.


Montag, 27.11.2006
In einer gemeinsamen Veranstaltung mit philoSophia Hessen, las unser Vorstandsmitglied Herr Altbischof Dr. Christian Zippert aus
" Der Briefwechsel des jungen Börne und der Henriette Herz".
 
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Dezember
Mittwoch, 13.12.06
Den 4. Abend Christlich-Jüdischer Bibelgespräche zum Thema:
"Achte auf den Sabbat, halte ihn heilig" (4.Gebot) gestalteten Herr Amnon Orbach und Herr Altbischof Dr. Christian Zippert.

Am Sonntag, 17.12.06 feierte die jüdische Gemeinde Chanukka. An diesem Tag wurde während einer kurzen Zeremonie die 3. Kerze gezündet. Im Anschluß daran fand ein fröhliches Fest im Bürger-haus/Marbach statt, an dem auch einige Vorstandsmitglieder der Gesellschaft teilnahmen.

Verschiedenes:

  • Abschied von Frau Dr. Dilg-Frank (vgl. Mitteilungen 2006)
  • Ende der offiziellen Besucherwoche: Nachdem, hauptsächlich aus Altersgründen, in den letzten Jahren immer weniger ehemalige Marburger jüdische Mitbürger zu Besuch kamen, wurde vom Vorstand beschlossen, die immerhin 26 Jahre durchgeführten Besucherwochen nicht mehr zu veranstalten. Wir begrüssen jedoch gerne individuell anreisende ehemalige Marburger bzw. deren Angehörige und freuen uns über Kontakte.
  • Ende August war Familie Spier. mit 3 Enkelsöhnen zu Gast in Marburg. Die Familie lebt in New York und reiste auf jüdischen Spuren durch Deutschland.
  • Herr Geoffrey King aus Brüssel war um den 9.November in Marburg und nahm an den diesjährigen Veranstaltungen zum Gedenktag teil.
Zu unseren Mitteilungsheften bekommen wir immer wieder einmal freundliche Rückmeldungen, wie z.B.:
"...Ich bin im übrigen sehr dankbar für das reichhaltige Heft, das wieder Anlaß zu gründlicher Lektüre und Gelegenheit zur Teilnahme an wichtigen Veranstaltungen gibt."

Wir freuen uns natürlich über diese positiven Reaktionen, zeigen sie doch Anerkennung unseres oft sehr arbeitsintensiven Einsatzes. Natürlich nehmen wir auch Kritik an und versuchen dann die Anregungen umzusetzen.

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